Steh auf und geh!

Unter diesem Motto stand der diesjährige Weltgebetstag aus dem südafrikanischen Land Simbabwe. Am 6. März trafen sich wieder viele Frauen - und Männer - aus allen fünf christlichen Gemeinden in Springe und Altenhagen.

Florence Pasvani berichtete eindrucksvoll von der Situation in ihrem Heimatland: sehr hohe Arbeitslosigkeit, überteuerte Lebensmittel und Benzinpreise und immens steigende Inflation, jahrelange Korruption und Misswirtschaft.
Die meisten Menschen in Simbabweleben auf dem Land. Dort herrschen oft patriarchale Strukturen. Über Gewalt gegen Frauen wird erst seit kurzem offen gesprochen. Oft bleiben die Frauen in den ländlichen Gebieten zurück, während die Männer in den Städten oder Nachbarländern nach Arbeit suchen. Aber seit der Wirtschaftskrise und der Hyperinflation 2008 machen sich auch die Frauen auf den Weg, organisierten etwa Lebensmittel im Nachbarland Südafrika für sich und ihre Familien und zum Verkauf. Manchmal bleibt nur die Migration als letztet Ausweg. Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgwählt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, fordert Jesus den Gelähmten auf. Diese Aufforderung gilt allen und fordert zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung auf.
Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit, dass sie ein selbstbestimmtes Leben führen können.